Publikationsdatum 08.01.2016
Antrag: In den künftigen Neubaugebieten sind ökologische und soziale Modellquartiere zu verwirklichen (Neue Mitte, Neckarrems: Marbacher / Schwaikheimer-Straße).
Hierzu sollen in den jeweiligen Bebauungsplänen die notwendigen Voraussetzungen geschaffen und weit reichende Festsetzungen durch geeignete Gestaltungsvorschriften und Verträge getroffen werden. Es wird eine Projektgruppe geschaffen aus Vertretern der Fraktionen, der Verwaltung und einem externen Stadtplaner, der mit den Remsecker Verhältnissen und den Überlegungen zur Neuen Mitte vertraut ist (z.B. Büro ORPlan).
Begründung:
Zur Zeit wächst der Druck auf den Wohnungsmarkt. Um diesem zu begegnen, sollen in Remseck möglichst bald Neubaugebiete aus dem Flächennutzungsplan heraus entwickelt werden. Gleichzeitig werden ökologische und soziale Herausforderungen im Wohnungsbau immer drängender:
Klimaschutz: Vor kurzem wurde im Gemeinderat das Klimaschutzkonzept des Landkreises vorgestellt. Im Kreisdurchschnitt steht Remseck mit seinen aktuellen 5 t CO2 -Emissionen pro Jahr und Einwohner relativ gut da, Ziel sind jedoch 2 t CO2 pro Kopf. In Remseck tragen die Privathaushalte einen großen Anteil an diesen Emissionen. Eine Reduzierung kann deshalb überwiegend durch Einsparpotentiale bei der Wärmeerzeugung und beim Stromverbrauch privater Gebäude erreicht werden.
Klimaänderung: In Zukunft ist mit trockeneren und heißeren Sommern zu rechnen, dies ist in Baugebieten zu berücksichtigen. Weitere ökologische Anforderungen: Versickerung und Speichern von Niederschlagswasser, hohe Einwohnerdichte bei minimaler Flächenversiegelung und maximaler Durchgrünung, autofreies Wohnen, kurze Wege (Einkauf, Kinderbetreuung, Arbeitsplätze).
Soziale Anforderungen: Günstiger Wohnraum für Menschen mit geringem Einkommen, Anschlussunterbringung von Flüchtlingen, geeigneter Wohnraum für Senioren, Mehrgenerationenwohnen u.ä.
Es sind also städtebauliche Konzepte gefragt, die nachhaltig und innovativ sind. Die reine Vergabe von Flächen an Bauträger ist zu kurz gegriffen. Schon in den jeweiligen Bebauungsplänen sind entsprechende konkrete Voraussetzungen zu schaffen wie z.B. Lage der Erschließung und der überbaubaren Grundstücksfläche in Bezug auf die Einstrahlung, Gebäudeabstand, Trauf- oder Firsthöhen, Dachflächenausrichtung, Dachneigung etc. Weitere Festsetzungen beispielsweise im Hinblick auf die Art der Energieversorgung, Passiv- bis hin zu Plusenergiehäusern sowie ein Mindestanteil verschiedener Wohn- und Eigentumsformen durch Förderung von Baugruppen, Wohngenossenschaften und sozialem Wohnungsbau sind im Rahmen von Gestaltungsvorschriften sowie städtebaulichen Verträgen oder Grundstückskaufverträgen zu treffen.
Diese Anforderungen sollen mindestens in zwei der künftigen Baugebiete modellhaft verwirklicht werden:
Das Wohnbaugebiet „Neue Mitte“ bietet eine einmalige Chance zu einem in jeder Hinsicht nachhaltigen Quartier entwickelt zu werden (Beispiel: Vauban in Freiburg). Hierzu sei an den 7. Grund der 8-Guten-Gründe für eine Neue Mitte erinnert: „Die ‚Neue Mitte‘ kann das Pilotprojekt Remsecks für einen nachhaltigen umwelt- und klimagerechten Städtebau nach dem Leitbild der ‚Blue City‘ werden.“ Auch der Auslobungstext für den Wettbewerb geht von einer „Durchsetzung nachhaltiger energetischer und ökologischer Qualitäten“ aus.
Als Beispiel für eines der zeitnah geplanten kleineren Neubaugebiete in den Ortsteilen können im Neubaugebiet Neckarrems: Marbacher/Schwaikheimer Straße das Remseck Ziel „innovative städtebauliche Konzepte“ unter den obigen Aspekten angegangen werden.
Passende Fördermöglichkeiten (die Deutsche Umwelthilfe sucht derzeit Modellquartiere, die die Integration von ökologischen und sozialen Maßnahmen in der Stadtgestaltung auf kommunalen und privaten Freiflächen erfolgreich voranbringen) sind zu nutzen.
Hierzu sollen in den jeweiligen Bebauungsplänen die notwendigen Voraussetzungen geschaffen und weit reichende Festsetzungen durch geeignete Gestaltungsvorschriften und Verträge getroffen werden. Es wird eine Projektgruppe geschaffen aus Vertretern der Fraktionen, der Verwaltung und einem externen Stadtplaner, der mit den Remsecker Verhältnissen und den Überlegungen zur Neuen Mitte vertraut ist (z.B. Büro ORPlan).
Begründung:
Zur Zeit wächst der Druck auf den Wohnungsmarkt. Um diesem zu begegnen, sollen in Remseck möglichst bald Neubaugebiete aus dem Flächennutzungsplan heraus entwickelt werden. Gleichzeitig werden ökologische und soziale Herausforderungen im Wohnungsbau immer drängender:
Klimaschutz: Vor kurzem wurde im Gemeinderat das Klimaschutzkonzept des Landkreises vorgestellt. Im Kreisdurchschnitt steht Remseck mit seinen aktuellen 5 t CO2 -Emissionen pro Jahr und Einwohner relativ gut da, Ziel sind jedoch 2 t CO2 pro Kopf. In Remseck tragen die Privathaushalte einen großen Anteil an diesen Emissionen. Eine Reduzierung kann deshalb überwiegend durch Einsparpotentiale bei der Wärmeerzeugung und beim Stromverbrauch privater Gebäude erreicht werden.
Klimaänderung: In Zukunft ist mit trockeneren und heißeren Sommern zu rechnen, dies ist in Baugebieten zu berücksichtigen. Weitere ökologische Anforderungen: Versickerung und Speichern von Niederschlagswasser, hohe Einwohnerdichte bei minimaler Flächenversiegelung und maximaler Durchgrünung, autofreies Wohnen, kurze Wege (Einkauf, Kinderbetreuung, Arbeitsplätze).
Soziale Anforderungen: Günstiger Wohnraum für Menschen mit geringem Einkommen, Anschlussunterbringung von Flüchtlingen, geeigneter Wohnraum für Senioren, Mehrgenerationenwohnen u.ä.
Es sind also städtebauliche Konzepte gefragt, die nachhaltig und innovativ sind. Die reine Vergabe von Flächen an Bauträger ist zu kurz gegriffen. Schon in den jeweiligen Bebauungsplänen sind entsprechende konkrete Voraussetzungen zu schaffen wie z.B. Lage der Erschließung und der überbaubaren Grundstücksfläche in Bezug auf die Einstrahlung, Gebäudeabstand, Trauf- oder Firsthöhen, Dachflächenausrichtung, Dachneigung etc. Weitere Festsetzungen beispielsweise im Hinblick auf die Art der Energieversorgung, Passiv- bis hin zu Plusenergiehäusern sowie ein Mindestanteil verschiedener Wohn- und Eigentumsformen durch Förderung von Baugruppen, Wohngenossenschaften und sozialem Wohnungsbau sind im Rahmen von Gestaltungsvorschriften sowie städtebaulichen Verträgen oder Grundstückskaufverträgen zu treffen.
Diese Anforderungen sollen mindestens in zwei der künftigen Baugebiete modellhaft verwirklicht werden:
Das Wohnbaugebiet „Neue Mitte“ bietet eine einmalige Chance zu einem in jeder Hinsicht nachhaltigen Quartier entwickelt zu werden (Beispiel: Vauban in Freiburg). Hierzu sei an den 7. Grund der 8-Guten-Gründe für eine Neue Mitte erinnert: „Die ‚Neue Mitte‘ kann das Pilotprojekt Remsecks für einen nachhaltigen umwelt- und klimagerechten Städtebau nach dem Leitbild der ‚Blue City‘ werden.“ Auch der Auslobungstext für den Wettbewerb geht von einer „Durchsetzung nachhaltiger energetischer und ökologischer Qualitäten“ aus.
Als Beispiel für eines der zeitnah geplanten kleineren Neubaugebiete in den Ortsteilen können im Neubaugebiet Neckarrems: Marbacher/Schwaikheimer Straße das Remseck Ziel „innovative städtebauliche Konzepte“ unter den obigen Aspekten angegangen werden.
Passende Fördermöglichkeiten (die Deutsche Umwelthilfe sucht derzeit Modellquartiere, die die Integration von ökologischen und sozialen Maßnahmen in der Stadtgestaltung auf kommunalen und privaten Freiflächen erfolgreich voranbringen) sind zu nutzen.
Remseck, den 08.01.2016