Heute fand unser erster Digital Independence Day (DI.DAY) statt – eine Initiative rund um digitale Souveränität und freie Software. Fünf engagierte Mitstreiter*innen haben sich im Ristorante Adler in Hochberg getroffen, ausgestattet mit Kabeltrommeln, Laptops und einem Beamer. Technik war also reichlich vorhanden – und Gesprächsstoff erst recht.
Einstieg: Digitale Souveränität verständlich machen
Zu Beginn stellte Marc die Initiative DI.DAY vor und gab mit zwei kompakten Folien eine Einführung. Ziel war es, die oft etwas sperrigen Begriffe „Digitale Souveränität“ und „Open Source“ greifbarer zu machen.
Was bedeutet es eigentlich, die Kontrolle über die eigenen Daten zu behalten?
Warum ist es wichtig, dass Software offen einsehbar und gemeinschaftlich weiterentwickelt wird?
In einer anschließenden Diskussionsrunde haben wir unterschiedliche Perspektiven zusammengetragen – von Datenschutz über Abhängigkeiten von großen Tech-Konzernen bis hin zu ganz praktischen Fragen aus dem Alltag.
Konkrete Schritte für mehr digitale Selbstbestimmung
Nach dem Einstieg ging es direkt in die Praxis. Drei Themen standen im Mittelpunkt:
1. Tracking auf dem Smartphone reduzieren
Marc zeigte anschaulich, wie man auf Apple- und Android-Geräten die Verfolgung über Werbe-IDs deaktivieren oder zumindest stark einschränken kann. Vielen war nicht bewusst, wie einfach sich hier bereits mit wenigen Klicks die eigene Privatsphäre verbessern lässt. Ein kleiner Schritt – mit großer Wirkung.
2. Alternativen zur Google-Suche
Wir haben über Suchmaschinen gesprochen, die datenschutzfreundlicher arbeiten, etwa Startpage. Die Frage war: Muss es immer Google sein? Welche Alternativen gibt es – und wie unterscheiden sie sich im Alltag? Auch hier zeigte sich: Es gibt praktikable Optionen, die den Schutz persönlicher Daten ernst nehmen.
3. Freie Software im Alltag: Firefox & Thunderbird
Ein weiterer Schwerpunkt war der Einsatz freier Programme auf PC und Smartphone. Wir haben über die Vorteile von Mozilla Firefox und Mozilla Thunderbird gesprochen – von besserem Datenschutz über Transparenz bis hin zur aktiven Community im Hintergrund. Beide Programme bieten leistungsfähige Alternativen zu marktbeherrschenden Anbietern und stärken die digitale Unabhängigkeit.
Kleiner Kreis, große Motivation
Natürlich hatten wir gehofft, dass das Thema noch mehr Menschen anzieht. Aber für den Start war es eine richtig gute, intensive Runde mit viel Austausch und konkretem Mehrwert.
Für das nächste Mal werden wir noch klarer und greifbarer kommunizieren, welche Themen wir bearbeiten – damit noch mehr Menschen Lust bekommen, mitzumachen.
Uns hat es auf jeden Fall großen Spaß gemacht.
Und eines ist sicher: Das war nicht der letzte DI.DAY in Hochberg.