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Nicht immer ist ein Regierungswechsel (sofort) spürbar. Jetzt wird er jedoch für alle Kommunen in Baden-Württemberg - auch für Remseck - in der Schul- und Sozialpolitik finanziell direkt messbar und sehr positiv spürbar.
Nicht immer ist ein Regierungswechsel (sofort) spürbar. Jetzt wird er jedoch für alle Kommunen in Baden-Württemberg - auch für Remseck - in der Schul- und Sozialpolitik finanziell direkt messbar und sehr positiv spürbar.
In den vergangenen Jahren, gab es in Remseck immer ein hartes Ringen um weitere Plätze für die Kinderbetreuung. Zwischen dem, was wir eigentlich wollten, ein Eltern- und kindgerechter weiterer Ausbau an Plätzen, die bessere Vereinbarkeit von Familien und Beruf und dem, was finanziell machbar war, klaffte eine deutliche Lücke.
Zwar gab es die meisten neuen Stellen im Remsecker Haushalt in den vergangenen Jahren stets im Bereich der Kinderbetreuung. Dennoch sind die Plätze so stark nachgefragt, dass die Stadt mit der Einrichtung und Neuschaffung von Plätzen kaum nachkam. Der Wunsch, die Kinderbetreuung noch stärker auszubauen und zu verbessern, kollidierte mit den finanziellen Möglichkeiten der Stadt.
Deshalb ist es eine äußerst erfreuliche Botschaft, dass die Zuweisungen des Landes an die Kommunen für die Kleinkindbetreuung im kommenden Jahr mehr als verdoppelt, beinahe verdreifacht werden.
Für Remseck bedeutet dies in Zahlen: statt bisher 472 000 € erhält Remseck im Jahr 2012 1,237 Millionen €.Finanzierungshilfe für die Kleinkindbetreuung. Diese Erhöhung soll jedoch keine Eintags- bzw. Einjahresfliege sein, sondern wird auf Dauer abgesichert und weiter erhöht.
Für das ganze Land gesehen bedeutet dies:
Die Zuweisungen (Festbeträge) des Landes werden demnach
erhöht
- in 2012 von 129 Millionen um 315 Millionen auf 444 Millionen Euro
- in 2013 von 152 Millionen Euro um 325 Millionen auf 477 Millionen Euro.
Ab 2014 wird sich das Land dann mit 68 Prozent an den Betriebskosten für die
Kleinkindbetreuung beteiligen. 32 Prozent übernehmen die Kommunen. Die ab
dann geltende prozentuale Beteiligung bringt den Kommunen
Planungssicherheit.
Aber nicht nur in der Kleinkindbetreuung erhalten die Kommunen eine Finanzhilfe:
Auch für die in Remseck inzwischen an allen weiterführenden Schulen etablierte Schulsozialarbeit gibt es eine massive Unterstützung vom Land. Das Land beteiligt sich ab dem Jahr 2012 zu einem Drittel an den Kosten der Schulsozialarbeit.
Außerdem stellt das Land ab dem Kindergartenjahr 2012/13 zusätzliche Mittel für
Sprachfördermaßnahmen im Bereich der 3-6jährigen Kinder zur Verfügung.
Sprachförderung wird künftig bereits vor der Einschulung ein fester Bestandteil der Kinderbetreuung sein. Die frühkindliche Bildung ist der Einstieg in eine erfolgreiche Bildungskarriere, unabhängig von der Herkunft.
Deshalb sind wir auch gerade in intensiven Gesprächen, was das Projekt Singen, Bewegen, Spielen betrifft. Es wurde von der alten Landesregierung erst im Oktober 2010 iniitiert (auf 6 Jahre angelegt) aber finanziell nur bis Ende 2011/Sommer 2012 geplant. In Remseck erfreut sich dieses Projekt in den Kindergärten großer Beliebtheit und sollte als Angebot unbedingt erhalten bleiben.