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Der Verstoß gegen das Naturschutzgesetz ist heutzutage kein Kavaliersdelikt mehr. An der Natur besteht bei allen Bürgern unseres Landes ein starkes öffentliches Interesse. Natur muss gehegt, gepflegt und erhalten werden. Viele Menschen engagieren sich hierfür mit starkem persönlichem Einsatz. Es kann nicht angehen, dass jemand Recht und Gesetz respektlos mit Füßen tritt, jahrzehntelang Gewachsenes mit brachialer Gewalt rücksichtslos vernichtet, um Schrott zu häufen und Profite zu steigern.
Dieser Vandalismus gegen die Natur, der hier zu Tage kam, ist nicht in Ordnung und zeugt von absoluter Arroganz gegenüber Umfeld und Mitmenschen.Geschehen ist folgendes:Ein Schrotthändler ersteigerte im September 2009 ein Anwesen im Aldinger Industriegebiet. Darin befindet sich die Rock- und Kulturkneipe Purple Haze, die landesweit bekannt, beliebt und Kult ist. Biergarten und Eingangsbereich des Purple Haze waren eine grüne Oase, ein Biotop, in welchem Vögel und Schmetterlinge verschiedener Arten sich tummelten und wohl fühlten, genauso wie die Besucher des Purple Haze.Unangekündigt und überfallartig wurden zwei Tage nach der Versteigerung und sechs Tage vor der Jubiläumsfeier „Viktor Kopitkow - 25 Jahre live on stage“ das lieb gewonnene Umfeld und der von Renate und Viktor Kopitkow gepachtete und liebevoll gestaltete Biergarten mit seinem wunderschönen Ambiente radikal vom neuen Eigentümer und seinen Helfern zerstört. Fassungslosigkeit, Hilflosigkeit, und ein großer Zorn überkamen uns angesichts dieses ungeheuren Vandalismus.Radikal bis zum Erdboden abgeholzt wurden 20 m Hecken und Bäume, die bis zu 7 m hoch waren. Darunter befand sich ein Trompetenbaum, ca. 4 m hoch und eine Linde, ca. 15 m hoch, Stamm mindestens einen Meter dick. Diese Bäume wurden rücksichtslos mit dem gesamten Wurzelballen ausgebaggert. Vom Drachenbrotbaum, dreistämmig, ca. 12 m hoch, auch Jahrzehnte alt, wurde ein Stamm über der Erde abgesägt, die Wunde nicht verschlossen, so dass dieser Baum in kürzester Zeit sterben wird. Dreiviertel des Volumens einer 16 m langen Brombeerhecke wurden nieder- u. dünn geschnitten. Von einer anschließenden normalen Gartenhecke in gleicher Ausdehnung wurden zwei Drittel weg geschnitten. Ca. 70 qm Bodenfläche, sehr dicht bewachsen mit Bäumen und Hecken, ca. 8-10 m hoch, wurden mit Wurzelballen vollständig ausgegraben. Übrig blieb der Rest eines Kastanienbaumes, welchem alle Äste und Zweige bis hoch zur Krone entfernt wurden. Verschont wurde - aus welchen Gründen auch immer - ein Tannenbaum.Durch die schnelle Hilfe vieler unserer Rockfreunde konnten wir bis zur Jubiläumsfeier diese Verwüstung einigermaßen ordnen und säubern. Die Öde kaschierten wir mit Feuertonnen, Fackeln, Luftballons und Pavillons, so dass das Jubiläum dennoch ein Erfolg wurde und die Besucher sich wohl fühlten.Diese Vorgehensweise ist noch immer nicht nachvollziehbar für uns, unfassbar was da geschehen ist. Als Krönung dieser Aktion kam danach die Kündigung des Mietvertrages. Das Purple Haze wird nun bis zum 1. April 2010 einen neuen Platz in Remseck finden müssen.Renate Kopitkowwww.purple-haze-rockkeller.dedie-gruenen-fuer-remseck@gmx.dewww.gruene-remseck.de