Gegen die zunehmenden Hitzewellen hilft nur konsequenter Klimaschutz auf allen Ebenen.
Wir zahlen schon heute die Rechnung für das „Sparen“ beim Klimaschutz in den zurückliegenden Jahrzehnten.
Gleichzeitig müssen wir vor Ort den Schutz vor Hitze, wie wir sie derzeit erleben, sicherstellen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Menschen, die im Freien arbeiten und kleine Kinder.
Die Mitglieder des Ortsverbandes der Grünen Remseck ergänzen aktuell die Cool-Map des Landkreises Ludwigsburg. Das ist eine interaktive Karte, in der kühle, öffentlich zugängliche Orte eingetragen sind. Die Karte kann von allen Bürger:innen gefüllt werden.
Dabei stellen wir fest, dass es in den Remsecker Ortsteilen gar nicht so viele geeignete Stellen gibt, an denen man sich bei großer Hitze gut aufhalten kann.
Machen Sie mit und tragen Sie die kühlen Orte in die Karte ein, die Sie in Ihrem Umfeld kennen:
Der grüne Ortsverband wird für einzelne Plätze in Remseck Vorschläge entwickeln, mit welchen Maßnahmen die Aufenthaltsqualität gerade bei großer Hitze, verbessert werden kann. Dabei soll es nicht nur um Initiativen der Stadt gehen. Wir können als Bürgerinnen und Bürger den Baumbestand an geeigneten Stellen erweitern durch Pflanzen von Bäumen auf dem eigenen Grundstück oder durch Jubiläumsbäume auf städtischem Eigentum. Die im Schießtal dafür ausgewiesene Fläche war relativ schnell voll. Jetzt können Jubiläumsbäume, z.B. aus Anlass einer Hochzeit, der Geburt eines Kindes oder eines runden Geburtstags, im Gewann Obere Gaffert zwischen Hochberg und Hochdorf beim Wasserhäusle gepflanzt werden.
Alte Baumbestände müssen zwingend erhalten bleiben! Den besten Beitrag zum Hitzeschutz leisten alte Bäume durch ihren Schatten und kühlende Verdunstung. Nur große Laubbäume liefern ausreichend Kühlung (möglich sind bis zu 40.000 Kilowattstunden pro Jahr). Diese Kühlleistung erreichen Bäume allerdings erst nach 30 bis 40 Jahren.
ALLE, Kommunen, Land und Bund müssen konsequent nach Lösungen suchen, die den Bedarf an Wohnungen und Arbeitsplätzen zusammen bringen mit Klimaschutz. Mit Kreativität und echtem Willen ist viel möglich. Einzelinteressen sowie Gewinnmaximierung von Unternehmen und Konzernen dürfen dabei nicht der Maßstab sein.
Bis dahin müssen wir notgedrungen die Rechnung für vernachlässigten Klimaschutz der letzten Jahrzehnte bezahlen und Klimaanpassungsmaßnahmen finanzieren. Die Kommunen in Baden-Württemberg werden dabei von der Landesregierung unter Federführung der Grünen finanziell unterstützt, z.B. bei der Schaffung von Wasserspendern, mehr Begrünung und Sanierung von Gebäuden. Und Sozial- und Gesundheitsminister Oliver Hildebrand stärkt mit einer Taskforce den gesundheitlichen Hitzeschutz.